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Wohnsiedlung Pevelingstraße, Datteln

Bauherr:

Stadt Datteln

Durchführung:

2025

Machbarkeitsstudie

Die Wohnsiedlung an der Pevelingstraße in Datteln wurde zwischen 1911 und 1912 im Zuge der industriellen Entwicklung der Stadt errichtet. Die Reihenhausanlage mit ihren kleinteilig erschlossenen Wohnungen, Mansarddächern und den ursprünglich zur Selbstversorgung genutzten Stall- und Gartenflächen im Innenhof spiegelt die Lebensverhältnisse der Arbeiterschaft im frühen 20. Jahrhundert wider und besitzt bis heute einen hohen stadtgeschichtlichen Wert.
 
Trotz dieser Qualitäten befindet sich die Anlage heute in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Gleichzeitig zeigen die vorhandenen Wohnungstypologien mit Wohnungsgrößen zwischen etwa 43 und 62 m² und einem effizienten Grundrisszuschnitt weiterhin großes Potenzial für zeitgemäßes innerstädtisches Wohnen.
 
Die Machbarkeitsstudie untersucht Möglichkeiten einer behutsamen Weiterentwicklung unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Anforderungen. Ziel war es, die vorhandene Bausubstanz zu erhalten, die Wohnungen funktional zu verbessern und den Wohnwert zu steigern. Vorgeschlagen werden unter anderem optimierte Grundrisse, zeitgemäße Bäder, barrierearme Zugänge zu den Erdgeschosswohnungen sowie neue Freisitze im Bereich der ehemaligen Stallanbauten.
 
Durch eine Neuordnung der Freiflächen und eine Reduzierung der Stellplätze kann der Innenhof künftig wieder stärker als gemeinschaftlicher Aufenthaltsraum genutzt werden. Die Studie zeigt, dass durch eine maßvolle Sanierung attraktiver und bezahlbarer Wohnraum entstehen kann, ohne den historischen Charakter der Siedlung zu verlieren.


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